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Besuch im Tuchmachermuseum in Bramsche

Am 23. September 2009 unternahmen wir, die Klasse 8 HA, im Rahmen des BPT-Unterrichtes mit unseren Klassenlehrern Herrn Jäckel und Frau Falke einen Ausflug zum Tuchmachermuseum nach Bramsche an der Hase.

Am Mittwochmorgen trafen wir uns gegen kurz vor neun am Osnabrücker Hauptbahnhof. Wir starteten unseren Ausflug mit der Nord-West-Bahn Richtung Bramsche. Die Bahnfahrt betrug etwa 20 Minuten. Da wir früh am Bramscher Bahnhof ankamen, marschierten wir in Richtung Tuchmachermuseum. Dort betrachteten wir eine aus Metall geformte Dampfmaschine, die schräg gegenüber des Tuchmachermuseum aufgestellt war. Danach betraten wir das Museum. In der Eingangshalle empfing uns eine Mitarbeiterin, die auch unsere Führung leitete recht herzlich. In einer Garderobe legten wir unsere Sachen ab und starteten mit der Führung. Als Erstes betrachteten wir einen Schaukasten, in dem das Gelände des Tuchmachermuseum früher zu erkennen war. Daraufhin betraten wir den Maschinenraum, in dem 8 Maschinen zur Garnverarbeitung standen. In den 8 Maschinen waren enthalten: der "Wolf", der die Aufgabe hatte, Wollklumpen auseinanderzureißen. Anhand des Aussehens der Maschine kann man sich denken, warum die Tuchmacher die Maschine Wolf genannt haben (wegen der spitzen Metallzähne).

Der Produktionsschritt 2 bestand aus dem Reißkrempel. Dieser erledigt die Aufgabe, die Wollfasern zu kämmen. Der Pelzkrempel übernahm den Produktionsschritt 3, nämlich einen Wollpelz herzustellen. Neben diesen genannten Maschinen gibt es außerdem noch den Spinnkrempel, der den wolligen Pelz in Streifen teilt und die Streifen durch Ziehen zum Vorgarn verarbeitet.

Den vorletzten Produktionsschritt übernimmt der Selfaktor (Selbstmacher). Er hat mehr als 140 Spulen und war sehr laut. Seine Aufgabe war, das Vorgarn zu feinem Garn auf Spindeln zu spinnen. Früher arbeiteten sogar Kinder im Alter von 10 Jahren unter dieser Maschine. Sie mussten das gerissene Garn wieder befestigen und Spulen neu einsetzen, während die Maschine lief. Diese Arbeit führte oft zu schweren Verletzungen, da es unter den Maschinen sehr eng war.

Auf dieser ersten Etage endete die Führung bei dem Schaftwebstuhl und dem Jaquardwebstuhl. Diese machten einen ohrenbetäubenden Lärm, wegen des Schiffchens, das mehrmals in der Sekunde hin und her durch die Kettfäden flitzte und Garn zu einem Stoff webten. Daraus wurden Tücher und Decken angefertigt. Durch den ohrenbetäubenden Lärm trugen die Leute, die an der Maschine arbeiteten, schwere Hörschäden mit sich. Der Unterschied zwischen diesen beiden Webstühlen war, dass der Schaftwebstuhl nur Muster, wie zum Beispiel Vierecke weben konnte. Im Gegensatz dazu konnte der Jaquardwebstuhl Muster wie Blumen anfertigen.

Bemerkenswert an den ganzen Maschinen war, dass sie trotz ihres Alters noch funktions-tüchtig waren und für uns extra eingeschaltet wurden. Danach bekam jeder ein Klemmbrett mit einem Aufgabenzettel passend zu den Maschinen. Daraufhin fuhren wir mit den Fahrstuhl in die dritte Etage. Hier bearbeiteten wir die Zettel zu Ende und tackerten und klebten Woll- und Garnproben an die Zettel.

Da unsere Führerin sehr nett war, erklärte sie uns noch die "Spinning Jenny" in der zweiten Etage, die ihren Namen von der Tochter des Herstellers erhalten hatte.

Gegenüber der Spinning Jenny stand ihr Bruder, der vom selben Hersteller stammte. Er wurde damals "Jonny" genannt.

Dort stand auch noch ein Simulator, den ein paar SchülerInnen aus unsere Klasse ausprobierten. Nach der langen und informativen Führung von der netten Dame bedankten wir uns für die Führung.

Anschließend holten wir unsere Taschen aus der Garderobe und gingen in den Vorhof, um dort gemeinsam zu frühstücken.

Danach schlenderten wir weiter in die Innenstadt, da wir noch Zeit hatte, bis unser Zug kam. Manche aus unsere Klasse bildeten kleine Gruppen, um sich in den Geschäften umzusehen. Dann machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof zurück, wo Herr Jäckel uns ein Sprichwort vorstellte und die Frage nach der Bedeutung stellte: "Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen, spinnen am Abend, erquickend und labend." Eine Klassenkameradin Isamara be-antwortete die Frage mit Bravour. Wegen der richtigen Antwort auf die Frage bekam Isamara von Herrn Jäckel eine Cola in der Cafeteria ausgegeben. Nach einiger Zeit kam unser Zug und wir starteten die Heimreise. Danach verabschiedeten wir uns am Hauptbahnhof in Osnabrück voneinander und fuhren alle anschließend nach Hause.

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